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Neubau LWL-Klinik für Forensische Psychiatrie in Lünen

Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Victoria I/II in Lünen wächst derzeit eines der bedeutendsten Bauprojekte im nordrhein-westfälischen Gesundheitswesen: die neue Maßregelvollzugsklinik am Lippe-Ufer. Die MBN-Niederlassung Münster realisiert den Neubau schlüsselfertig im Auftrag des Bau- und Liegenschaftsbetriebs des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW).

Die forensische Klinik wird städtebaulich in den zeitgleich in Lünen neu entstehenden Landschaftspark der Internationalen Gartenausstellung 2027 integriert. Sie bietet 150 Behandlungsplätze für untergebrachte Personen, die auf sechs Stationen mit je drei Wohngruppen in Einzelzimmern untergebracht sein werden. Eine eigene Reha-Station mit zehn Zimmern richtet sich an Patienten, bei denen die Entlassung aus der forensischen Psychiatrie bereits absehbar ist. Ergänzt wird das Angebot durch eine Gärtnerei, eine Sporthalle, eine Cafeteria sowie ein Schul- und Werkstattgebäude. Insgesamt entstehen 11 Gebäude auf dem weitläufigen Gelände. Mit der Klinik werden zudem zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen.

Das Areal entspricht sowohl baulich als auch organisatorisch modernsten Sicherheitsstandards. Ein 5,5 Meter hoher Zaun aus Stahl und Kunststoff umschließt das gesamte Gelände. Der Zugang ist nur über eine hochgesicherte Pforte möglich und eine umfangreiche Videoüberwachung sichert sowohl das Freigelände als auch die Gebäude ab.

Rund anderthalb Jahre nach dem offiziellen Startschuss zeigt sich auf der Baustelle in Lünen ein erfreuliches Bild: Die Gewerke laufen auf Hochtouren, die Arbeiten schreiten planmäßig voran. Mit der laufenden Inbetriebnahme der technischen Gebäudeausrüstung im Außenlager (Geb. 01) wurde ein erster wichtiger Meilenstein erreicht. Das Pfortengebäude (Geb. 02/03), das Verwaltungsgebäude (Geb. 04) und das Gewächshaus (Geb. 06) befinden sich in der Abschlussphase. Im Innenausbau laufen parallel die Sporthalle (Geb. 05), die Stationsgebäude (Geb. 07–09) und das Reha-Gebäude (Geb. 11) – hier entstehen die Räume, in denen künftig Therapie, Freizeit und Rehabilitation zusammenwachsen. Im Werkstatt- und Schulungsgebäude (Geb. 10) läuft die elektrotechnische Feinmontage in den verbleibenden Bereichen.

Der Neubau ist von überregionaler Bedeutung: Er schafft dringend benötigte, moderne Behandlungsstrukturen und trägt zur Entlastung bestehender Einrichtungen im Land bei. Die Fertigstellung der gesamten Anlage ist für Ende 2026 geplant.