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MBN realisiert erweiterten Rohbau des neuen Bürogebäudes im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg in Berlin

Anfang Juni 2022 feierten Projektbeteiligte, Gäste aus Wirtschaft, Politik und der wachsenden Berliner Start-Up Szene im beliebten Media Spree Areal das Richtfest eines modernen Bürogebäudes. Der MBN-Umfang der gesamten Baumaßnahme umfasst die Errichtung eines 8-geschossigen Rohbaus bestehend aus Untergeschoss, Erdgeschoss, einem Zwischengeschoss sowie fünf Obergeschossen und einem Staffelgeschoss. Der Neubau wird durch eine hochwertige Vorhangfassade aus Betonelementen in Kombination mit einer Alu-Pfosten-Riegel-Fensteranlage im Erdgeschoss und einer Aluminium-Glas-Fassade in den Obergeschossen in die umliegenden architektonischen Strukturen eingegliedert. Im Bereich des Viadukts, welches angrenzend zur Eingangshalle des Neubaus liegt, wird MBN ebenfalls die erweiterten Rohbauarbeiten ausführen sowie eine denkmalgerechte Fassadensanierung abwickeln. Mit dem neuen Bauprojekt entstehen ca. 16.500 m² Bürofläche mit 2.276 m² Terrassen. Insgesamt entstehen ca. 2.900 m² Grünflächen, die zum Arbeiten im Außenbereich einladen. Gleichzeitig trägt das Gebäude mit einem innovativen Kälteversorgungskonzept 95 Prozent begrünter Dachlandschaft sowie einem ökologisch effizienten Bewässerungssystem zu einem besseren Stadtklima bei.

Zum Richtfest waren neben Berlins Regierender Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) auch der Globalisierungsexperte Professor Dr. Dr. Franz Josef Radermacher vor Ort, der sich seit Jahren unter anderem mit nachhaltiger Entwicklung, Umwelt- und Ressourcenfragen, Energie und Klima sowie umweltverträglicher Mobilität beschäftigt. Marko Eißner, MBN-Polier, hielt den Richtspruch, während die Richtkrone über das neu entstehende Bürogebäude gehoben wurde.

Anlässlich des Richtfestes begrüßte Franziska Giffey die Gäste sowie die Beteiligten des Bauprojektes:

„Ich freue mich, dass mit dem Richtfest heute ein neuer Baustein in das Berliner Gesamtkunstwerk gelegt wird. Der Postbahnhof ist ein historischer Ort an dem viel Aufbruch, Innovationsgeist, Talent und Potential zusammenkommen. Hier verbindet sich der Anspruch an städtebauliche Qualität, Schönheit gleichermaßen mit Nachhaltigkeit.“ So wünscht sich Berlins Regierende Bürgermeisterin, dass die Hauptstadt sich immer mehr zu einem starken Wirtschaftszentrum entwickelt: „Wir haben die größte Start-up Szene von Europa. Wir haben Menschen, die mit neuen Ideen, Technologien und Innovationen hierherkommen und die genau auch solche Orte inspirierend finden.“

Perfekte Verbindung zwischen Gegenwart und Zukunft

Das Gebäude entsteht im Media Spree Areal mitten in Berlin, wo sich zwischen High-End-Neubauten und klassischen Gründerzeithöfen eine ganz eigene, internationale Business-Szene etabliert hat. Heute gehört die Media Spree zu den dynamischsten und attraktivsten Bürostandorten der Hauptstadt. Die Gestaltung des Neubaus greift konzeptionell die baulichen und gestalterischen Elemente des benachbarten Postbahnhofs auf und interpretiert diese in sehr eigenständiger Weise neu. Er versteht sich als bauliche Ergänzung der historischen Nachbarn und sucht in seiner Erscheinung eine Verbindung zu den Bestandsgebäuden Viadukt und Wasserturm. Ziel der Gestaltung ist es, eine sehr selbstbewusste eigene Handschrift zu zeigen, in der Form und in den Materialien einen engen Bezug zum umgebenden historischen Bestand herzustellen und damit einen deutlichen Kontrast zu den bereits in der unmittelbaren Umgebung errichteten oder im Bau befindlichen Neubauten zu setzen. Eine besondere Rolle für die Erscheinung des Gebäudes spielt das Licht. Das Beleuchtungskonzept mit einer Kombination von direkter und indirekter Illumination schafft die Grundlage dafür, dass auch außerhalb der Bürozeiten das Haus von innen heraus strahlt.

Innovativ und nachhaltig

Am Postbahnhof wird mit naheliegender Stadtwärme geheizt – dabei kommt die Wärme direkt über die Spree aus dem Heizkraftwerk Mitte. Ergänzt wird die Wärmeversorgung durch ein neuartiges Kältekonzept, das der Energieversorger Vattenfall kürzlich entwickelt hat: „Kühlung Smart“. Eine Hochtemperaturwärmepumpe erzeugt lokal die benötigte Kälte – und führt die dabei entstehende Abwärme nicht wie herkömmliche Systeme an die Umgebung ab, sondern dem Stadtwärmesystem zu. Die eingesetzte Energie wird dadurch effizienter genutzt. Außerdem fällt die normalerweise erforderliche Rückkühltechnik weg, was Ressourcen spart und die Dachflächen für andere Nutzungen freigibt. Dies trägt nachhaltig zur Energieeffizienz des Gebäudes und zu einem positiven Stadtklima bei.

Grüne Dachlandschaft

Auf 95 Prozent der Dachflächen entsteht eine intensiv begrünte Dachlandschaft, die als Rückhaltereservoir für einen natürlichen Wasserkreislauf genutzt wird. In Verbindung mit einer großen Zisterne und einem hocheffizienten Wasserfiltersystem gelingt es so, im Jahr mindestens 50 Prozent des Wasserbedarfs für die Außenanlagen über Regenwasser zu decken. Die Entwässerung der Dachlandschaft erfolgt dabei über innenliegende Rohrleitungen. Auch in der Ausgestaltung der Außenbereiche setzen die Entwickler auf ein hohes Maß an ökologischer und klimatischer Wirksamkeit: Hier liegt der Anteil der begrünten, nicht befestigten Flächen bei 41 Prozent, gut 45 Prozent entfallen auf die harmonisch gestalteten Aufenthaltsbereiche.

Verantwortlich für das Projekt sind die Projektentwickler econcept, eqviva und Minerva, gestaltet wird das Projekt vom Architekturbüro Michels Architekten unter der Leitung von Bernd Driessen gemeinsam mit den Berliner Architekten driessenarchitekten. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Q4 2023 geplant.